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„Kochen oder dünsten?“ die 1. Buchfinkenrallye

Es war  eine Schlacht um Ruhm, Ehre und vor allem Bestzeiten.
Während die Fahrer in den Rallyefahrzeugen im eigenen Saft vor sich hin köchelten, wurden die Fahrzeuge bis an und über ihre Belastungsgrenzen getrieben.

20140719_111136Im schönen Taunus gibt es endlich wieder eine Rallye, welche die Nachfolge der bekannten Taunus Rallye antritt und obwohl bei der Streckenwahl auf Teilstücke der früheren ADAC Veranstaltung zurückgegriffen wird, änderte sich das Konzept deutlich. Die Buchfinkenrallye wird unter dem Deckmantel des Neuen Automobil- und Verkehrsclub ausgetragen was dem Organisationsteam rund um Rallyeleiter Sascha Kilb viele neue Möglichkeiten eröffnet.

Am Start der Erstauflage fanden sich auch verschiedenste Teams von Orange Motorsport ein, um die anspruchsvollen Strecken der MSG-Feldberg unter die Räder zu nehmen.

Während Mandy Litzius wieder mit Gerd Tabbert in der Klasse 11 (Allradfahrzeuge über 200 PS) angriff, kämpften Neuzugang Florian Groß mit Beifahrer Yannic Lüdcke, Oliver Wünsch mit Co-Pilot Jörg Krebs und das Sohn / Vater Gespann Jan-Philipp und Jürgen Lüdcke in der Klasse 9 (Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum) um Pokale. Rudolf und Hans-Jürgen Minor meldeten sich in der Klasse 8 (Fahrzeuge bis 1600 ccm) an, um mit ihrem neu erworbenen Suzuki Swift den „Klassenkameraden“ das Leben schwer zu machen.

Der Tag begann für alle Teams mit dem Training, in welchem der Aufschrieb erstellt wurde, bevor es ab 11:00 Uhr für alle in die erste Wertungsrunde ging. Bereits nach dem Erstellen des „Gebetbuches“, wie der Aufschrieb auch genannt wird, und einem Blick auf den Wetterbericht war allen klar, das die Veranstaltung nicht nur eine Material- sondern auch eine extreme Hitzeschlacht werden würde. Dennoch waren alle guter Dinge und sprangen in ihre Rennanzüge, um die Temperaturen um die 45°C in den Fahrzeugen „genießen“ zu können.

Quelle: MundM Rallyefoto (Facebook)

Quelle: MundM Rallyefoto
(Facebook)

Bereits auf der ersten Wertungsprüfung ließen alle Orange Motorsportteams ihr Boliden so richtig fliegen und fuhren konkurrenzfähige Zeiten in ihren jeweiligen Klassen ein.
Rudolf und Hans-Jürgen Minor trieben ihren kleinen weißen Swift direkt zu einer Klassenbestzeit, mit 4 Sekunden vor der direkten Konkurrenz. Leider hielt der linke Querlenker der Attacke nicht stand und somit musste das Team bereits auf der zweiten Wertungsprüfung mit technischem Defekt aufgeben. „Auf einem Wiesenweg sind wir leicht abgehoben und wohl unglücklich wieder aufgekommen, was dann leider zu viel war für unser Auto.“ erklärt Rudolf nach dem Ausfall.

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Quelle: MundM Rallyefoto (Facebook)

Ein weiterer Pechvögel ist mal wieder das von schulz-it.eu gesponsorte Team Jan-Philipp und Jürgen Lüdcke, die ihren VW Golf nach der vierten Wertungsprüfung mit technischem Defekt abstellen mussten. „Es ist wirklich zum Mäuse melken. Wir gewöhnen uns wieder mehr und mehr an unser Auto und konnten einige Top 5 Zeiten in unserer Klasse fahren. Leider mussten wir mal wieder mit technischem Defekt aufgeben, da die Halterung des Getriebes an der Karosserie gerissen ist und sich dieser Riss auf der vierten Wertungsprüfung zu stark ausgeweitet hat. Nun heißt es die Wunden lecken und für Jan-Philipp zu lernen noch etwas später zu bremsen um das Potential des Autos voll auszunutzen.“ fasst Jürgen den Tag zusammen.

Quelle: MundM Rallyefoto (Facebook)

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Eine weitere lehrreiche Veranstaltung erlebten Florian Groß und Yannic Lüdcke im Opel Kadett E. „Nach der Hombachtal Rallye bei welcher sich die Vorderachse meines Autos nachhaltig verformt hat, wollte ich auf den rauen Wiesenwegen der Veranstaltung nichts riskieren. Das hat sich am Ende auch ausgezahlt und wir konnten weitere Erfahrungen sammeln.“ berichtet Florian mit einem Grinsen im Gesicht am Abend. Mit dem 11. Platz in der mit 18 Startern stark besetzten Klasse 9 können beide zufrieden auf die nächste Veranstaltung schauen.

Quelle: MundM Rallyefoto (Facebook)

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(Facebook)

Oliver Wünsch und Jörg Krebs begingen den Tag mit gedämpften Erwartungen, weil ihr normales Einsatzfahrzeug mit knapp 240 PS mit potentiellem Motorschaden in der Garage bleiben musste und sie mit dem „Kleinen“ VW Golf antraten. Ob es die Nähe zum Heimatort oder die Gelassenheit aufgrund der niedrigen Erwartungen war ist nicht mehr nachzuvollziehen, aber Oliver prügelte das Ersatzauto so schnell über die Wertungsprüfungen, dass er auf allen Wertungsprüfungen in die Top 5 der Klasse fuhr. Es ist kaum auszumalen was das Team im blauen VW Golf mit ihrem normalen Einsatzfahrzeug erreicht hätte.

Quelle: MundM Rallyefoto (Facebook)

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Den wohl besten Tag erwischten Gerd Tabbert und Mandy Litzius mit ihrem BMW. Von Anfang an lieferten sie eine fehlerfreie Fahrt ab und begeisterten die Fans an der Strecke. Am Ende sprang für sie der Klassensieg sowie der 2. Gesamtrang heraus, was beide mit einer gebührenden Sektdusche feierten.

Zusammengefasst war die erste Auflage der Buchfinkenrallye ein erfolgreicher Einstand für die MSG Feldberg, bei welcher Fahrer und Fahrzeuge an und über ihre Belastungsgrenzen gebracht werden mussten, um sich behaupten zu können.

Wir hoffen, dass das Organisationsteam rund um Sascha Kilb einiges aus dem Tag mitnehmen konnte und wir im kommenden Jahr wieder zu Gast sein dürfen bei der zweiten Auflage der Buchfinkenrallye.

 

 

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