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Rallye Hombachtal 2014 – „Nur mal drüber rollen lassen!“

Die Rallye Gemeinschaf Ga(a)s ruft zur vierten Auflage ihrer Rallye Hombachtal und 4 Teams von Orange Motorsport gehen an den Start.

hombachtal-2014-wp1-mk-182_20140615_1169405018Einen eher kurzen Auftritt gab es leider für den Rallyeboliden mit Oliver Wünsch am Steuer und Jörg Krebs als Beifahrer.
Obwohl es auf der ersten Wertungsprüfung Probleme mit der Bremsbalance am blauen VW Golf gab, welche sogar in einem heftigen Verbremser endeten, kam das Team mit der 2. Zeit in der Klasse und einem Rückstand von nur 2 Sekunden im Ziel an. Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Tag standen gut und man freute sich auf einen hoffentlich guten Verlauf für die weiteren Sonderprüfungen.
Leider sah die Realität ganz anders aus und alle Hoffnungen waren schneller begraben, als sie überhaupt aufkommen konnten.
Auf dem Weg zum Servicepark nach Wertungsprüfung 1, kamen plötzlich schlecht klingende Geräusche aus dem Motorraum. Um den bärenstarken Motor nicht noch mehr zu beschädigen, entschied das Team die Fahrt und somit auch die Veranstaltung  sofort mit einer Nullnummer zu beenden.

Auch wenn Oliver selbst mit seinem Einsatzfahrzeug ausfiel, war noch ein weiteres seiner Rallyeautos im Einsatz. Dirk Glaser und Kurt Litzius starteten in einer absolut ungewöhnlichen, aber dennoch erfolgreichen Besetzung.

Die Idee entstand irgendwann bei einer Spätschicht in Olivers Rallyewerkstatt während der üblichen Schraubereien. Warum sollte man nicht mal zwei der blauen Boliden im gleichen Outfit auf einer Veranstaltung zeigen?
Als Kurt Litzius sich dann auch noch bereit erklärte Dirk das Gebetbuch vorzulesen, war der Einsatz beschlossene Sache.
hombachtal-2014-wp4-mk-74_20140615_1843105383 (1)Auf den ersten drei Wertungsprüfungen ging es für das zusammengewürfelte Team eigentlich nur darum das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und zum Auto zu gewinnen.
Zwei kleine Fehler, welche sich in den Aufschrieb eingeschlichen hatten, wurden von Kurt kurzfristig wieder korrigiert und so konnte sich das Team im zweiten blauen Orange Motorsport Golf auf das Wesentliche konzentrieren und auf den Wertungsprüfungen 4-6 etwas angreifen.
Mit jedem gefahrenen Kilometer wurden die Bremspunkte etwas später und der Sprit immer weniger, was sich positiv auf das Gesamtgewicht des Fahrzeugs auswirkte.
Am Ende der Veranstaltung lief es für Dirk und Kurt so gut, dass sie gerne noch 3 weitere Wertungsprüfungen gefahren wären, aber das Team Litzius / Glaser wird es irgendwann bestimmt noch einmal geben, wer dann auf dem heißen Sitz sitzt, lassen wir hier noch offen.

Neues Auto, neuer Erfolg hieß es beim Team Minor / Minor, welche unter den Pseudonymen Jensen / Feldhaus an den Start gingen.
IMG_0305 (2)„Ich will mich erstmal ans Auto gewöhnen, vielleicht ab und zu mal die Scheibe putzen, aber sonst nur über die Strecken rollen“, das war die Aussage von Rudolf Minor vor dem Start.
Diese Vorstellung war schon beinahe während der Einführungsrunde vorbei, denn die Motortemperatur, im neu erworbenen Suzuki Swift, stieg in ungesunde Höhen. Dieses Problem konnte aber schnell behoben werden, indem der Lüfter kurzerhand an den Stromkreis des Lichts angeschlossen wurde.
Jetzt ging es für das Team im schneeweißen 1600 ccm Asiaten darum, einfach nichts mehr kaputt zu machen, was auch gut gelang. Sogar so gut, dass das Sohn/Vater Duo nach Fehler von Arno Reuß die Führung übernehmen konnte und bis ins Ziel nicht mehr abgab.
Alles in allem waren beide am Ende des Tages sehr mit ihrem Klassensieg zufrieden, auch wenn das Potential des Autos noch nicht voll ausgeschöpft wurde.
erSein persönliches „Pearl Habour“ erlebte der Youngster Robin Hofmann im giftgrünen Opel Kadett E. Nachdem er mehrfach von dem vorausfahrenden Fahrzeug aufgehalten wurde und nach Klärungsversuchen auch noch körperlich angegangen wurde, entschied er das Auto nur noch ins Ziel der Veranstaltung zu bringen, was für ihn am Ende den 5. Platz in der Klasse ergab.

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